Bleibarren aus Bleiwäsche in der Hauptstadt

Vom 21.09.2018 bis zum 06.01.2019 findet im Martin-Gropius-Bau in Berlin die Archäologie-Ausstellung "Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland" statt. Schirmherr ist der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Es werden die bedeutendsten deutschen archäologischen Funde der letzten 20 Jahre gezeigt. 70 Leihgeber stellten die Ausstellungsstücke zur Verfügung. Unter den 1000 Exponaten aus 300 Fundkomplexen befinden sich auch "germanische" Bleibarren aus dem Bergbauort Bleiwäsche, die am Ende der 1990iger Jahre von Bernd Reineke im Lühlingsbachtal gefunden wurden. Die Barren, die ein Gewicht von 300-700 g haben, meist trapezförmig sind und eine Durchlochung aufweisen, befinden sich in der Ausstellung in prominenter Gesellschaft. Neben der Himmelsscheibe von Nebra, mit einem Versicherungswert von 100 Millionen Euro, werden zum Beispiel die Schöninger Speere oder der bronzene Pferdekopf von Waldgirmes gezeigt. Die Bleiwäscher Bleibarren mit diversen Beifunden belegen eine Handelsbeziehung zwischen Römern und Germanen, die noch nach der Varusschlacht (9 n.Chr.) betrieben wurde.